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Brigitta Kuster: Aufruhr im Archiv – Choix d’un passé – Überlegungen zur kolonialen Bibliothek

Dienstag, 30. Januar | 19:30

Brigitta Kuster: Aufruhr im Archiv – Choix d’un passé – Überlegungen zur kolonialen Bibliothek

ORT: Aula der Merz Akademie

Am Beispiel des filmischen Forschungsprojektes „choix d’un passé“ werden in dem Vortrag künstlerisch-forschende Strategien im Umgang mit Archiven reflektiert und entsprechend die Möglichkeiten und Grenzen der Dekolonisierung im und mit dem Archiv ausgelotet. Eine der zentralen Problemstellungen ergibt sich dabei aus der Annahme, dass die archivalische Wissensordnung, die üblicherweise hinzugezogen wird, um Auskunft über die Kolonialgeschichte zu geben, mit V.Y. Mudimbe als eine Episteme zu verstehen ist, die „Afrika“ als Alterität und afrikanische Subjekte als Wissensobjekte erzeugt.

Brigitta Kuster ist Professorin für Kulturwissenschaften an der Humboldt Universität, Berlin. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf bild- und filmwissenschaftlichen Themen, Postkolonialismus sowie Migrations- und Grenzregimeforschung. Ihre Arbeit nimmt die Form von Forschungsprojekten, Ausstellungen und Filmessays an. Kuster bildet gemeinsam mit Regina Sarreiter und Dierk Schmidt das Künstlerkollektiv Artefakte. Mit Moïse Merlin Mabouna arbeitet sie am filmischen Langzeit-Forschungsprojekt Choix d’un passé, in dem es um das Nachwirken des Kolonialismus in Kamerun geht. Dieses Projekt ist auch Gegenstand ihrer neuesten Buchveröffentlichung „Choix d’un passé – transnationale Vergegenwärtigungen kolonialer Hinterlassenschaften“ (2016).

 

im Rahmen von:

Widersprüche visueller Welterzeugung. Geschichtsbild und Antifetischismus als Modi kritischer Bildproduktion

Ringvorlesung des Fachbereichs Theorie, Merz Akademie, Hochschule für Gestaltung, Kunst und Medien, Wintersemester 2017/18, in Kooperation mit dem Württembergischen Kunstverein und dem Kunstgebäude, Stuttgart.

Details

Datum:
Dienstag, 30. Januar
Zeit:
19:30