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Performance von Coco Fusco: Words May Not Be Found // Party

Freitag, 2. März | 20:00

Performer_innen: Coco Fusco, Rafi Martin, Sabrina Karl, Anna Romanenko, Fender Schrade, Ines Skirde, Danniel Schoonebeek
In englischer Sprache
Dauer: ca. 80 Minuten

Performer_innen: Coco Fusco, Rafi Martin, Sabrina Karl, Anna Romanenko, Fender Schrade, Ines Skirde, Danniel Schoonebeek

In ihrer Arbeit untersucht Coco Fusco Subtexte und Gegenerzählungen in den Dokumenten des kolonialen Archivs, die ursprünglich dazu gedacht waren den Imperialismus zu rechtfertigen und die Effizienz der Kolonialadministration zu demonstrieren.

Nach einem Aufstand der Herero und Nama wurden Anfang des 20. Jahrhunderts in der Kolonie Deutsch-Südwestafrika, dem heutigen Namibia, zehntausende Menschen von deutschen Soldaten getötet. Die traumatischen Effekte dieses Völkermordes sind auch über ein Jahrhundert nach dem Deutschen Militäreinsatz nicht alleine dem Ausmaß der gegen die Zivilbevölkerung gerichteten Gewalt geschuldet, sondern auch den Bemühungen, das einzige Dokument namibischer Zeugenaussagen zum Konflikt zu verschweigen und zu unterdrücken.

Die Performance Words May Not Be Found (Es lassen sich keine Worte finden) versucht, angesichts der deutschen und britischen Kolonialvergangenheit einen Blick auf unsere aktuelle Verfassung, insbesondere unsere Fantasien vom „Anderen“, zu werfen. Ausgangspunkt dieser sprachbasierten Performance ist das Blue Book von 1918 – ein Bericht der Britischen Regierung über die Geschichte der deutschen Besetzung und Beherrschung Namibias sowie die Gräueltaten, die an der Bevölkerung verübt wurden. Words May Not Be Found untersucht dessen Erbe – wie etwa das Verschweigen des Berichts, die durch eine jahrzehntelange Verdrängung bewirkte historische Amnesie und den Kampf der Betroffenen um die Worte.

Die Künstlerin und Autorin Coco Fusco (geb. 1960) lebt und arbeitet zwischen New York, Florida und Kuba. Als Andrew Banks Professorin der Künste an der Universität Florida sind ihre Themenschwerpunkte die Gender- bzw. Rassifizierungs-/Klassifizierungspolitik und deren Rolle im Krieg. Mit Performances und Ausstellungen ist Fusco seit den 1980er Jahren international präsent, zuletzt im KW Institute of Contemporary Art Berlin, im Imperial War Museum London, im Lenbachhaus München, an den Frieze Projects London, im Museo Jumex Mexiko. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter das Guggenheim Fellowship, den Absolut Art Writing Award und das Fulbright Fellowship.

 

 

Photographer: Diethild Meier
Performance at Sophiensäle, Berlin
Produced by KW Institute of Contemporary Art

 

 

 

 

Details

Datum:
Freitag, 2. März
Zeit:
20:00