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3. Forum zivilgesellschaftliche Initiativen: Workshops/Plenum

Samstag, 24. Februar | 14:00 - 18:00

Nach dem ersten informellen Forum vom 2. Dezember 2017, bei dem sich 22 lokale Initiativen vorstellten und dem 2. Forumswochende zum Thema „Wie wollen wir wirtschaften?“ im Januar, fragen wir im 3. Forum nach Lebensformen: Wie wollen wir zusammenleben im Alltag, mit Menschen, für die wir Verantwortung übernehmen, im großen gesellschaftlichen Zusammenhang? Wie wollen wir unsere Gesellschaft organisieren? Welche politischen Formen wollen wir?

Freitag, 23. Februar, 19:30 Uhr:
„Sozialer Zusammenhalt in digitaler Lebenswelt“
Impulsvortrag von Welf Schröter, Leiter des Forum Soziale Technikgestaltung FST beim DGB Baden-Württemberg.

Samstag, 24. Februar, 14:00 – 16:30 Workshops / 17:00 18:00 Uhr Plenum
An diesem Tag finden 3 Workshops parallel statt:
Der Workshop „Die Freiheit frei zu sein. Bedingungen und Möglichkeiten für emanzipatorisches Handeln heute?“ von Annette Ohme-Reinicke (Die AnStifter), der Workshop „Demokratie – Wie ist sie? Wie wollen wir sie? von Marianne Siebeck (Die demokratische Stimme der Jugend) mit dem Vaihinger Manifest sowie der Workshop „Die Bedeutung des öffentlichen Raumes für unser Zusammenleben. – Ein Workshop Experiment“ von Die Stadtlücken mit der Stäffele Gallery.

Workshop 1 / Ort: Workshopräume
Annette Ohme-Reinicke
„Die Freiheit, frei zu sein – Bedingungen und Möglichkeiten für emanzipatorisches Handeln heute?“
Für selbstbestimmte Lebensformen! – So lautete eine zentrale politische Forderung der sozialen Bewegungen der 1960er und 1970er Jahre. Selbstbestimmung ging in den folgenden Jahrzehnten jedoch, in verzerrter Gestalt, etwa in den Selbstvermarktungen als „unternehmerisches Selbst“ oder den Ich-AGs auf. Zu den Alltagserfahrungen gehören zunehmende Privatisierungen öffentlicher Güter einerseits und Vermarktungen privater Bereiche andererseits. Vereinzelung und die Erzeugung von Furcht sind auch Instrumente, die das neoliberale Modell systematisch stabilisieren sollen. Sie wirken in die Zivilgesellschaft hinein: Zunehmend dominiert die Sicherung individueller Reproduktion gegenüber der Vorstellung gerechter Lebensformen für alle Menschen. In den sozialen Bewegungen der letzten zehn Jahre tauchen immer wieder Ideen Hannah Arendts auf. Hier steht das Zusammen-Handeln von Menschen, die sich gegenseitig als Verschiedene anerkennen, im Mittelpunkt emanzipatorischer Politik. Ausgehend von Arendts gerade neu übersetztem Essay „Die Freiheit, frei zu sein“ fragt der Workshop, wie und ob ihre Ideen aktuelle Lebens- und Handlungsformen inspirieren können. Nach einer knappen Vorstellung des Textes bietet der Workshop viel Raum für Diskussion.

Workshop 2 / Ort: Workshopräume
Marianne Siebeck (Die demokratische Stimme der Jugend) + Vaihinger Manifest:
„Demokratie – Wie ist sie? Wie wollen wir sie?“
„Wer sich nicht bewegt, spürt seine Fesseln nicht“- das gilt auch für uns, die wir uns alle als Teil einer demokratischen Bewegung verstehen.  Wir fragen zuerst wo und wie wir Fesseln in der Demokratie, die wir haben, spüren. Danach wollen wir überlegen: Wie können wir sie zerreißen? Wo können wir anpacken? Ein Beispiel von vielen: Sind Losverfahren besser als Wahlen? Eine konkrete Vision: ein 10-Punkte-Soforthilfeprogramm für die Demokratie.

Workshop 3 / Ort: Arkaden am Kunstgebäude
Die Stadtlücken + Stäffele Gallery
„Die Bedeutung des öffentlichen Raumes für unser Zusammenleben. – Ein Workshop Experiment“
Ohne öffentlichen Raum kann es keine gesellschaftliche Verständigung geben. Die Gestaltung und Nutzung des öffentlichen Raumes ist ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft, denn auf den Straßen und Plätzen, zwischen den Häusern finden die ungeplante Begegnung zwischen den Bewohnern einer Stadt einen Ort. Im öffentlichen Raum werden die unterschiedlichen Interessen sozialer Schichten, zwischen den Generationen und den verschiedenen Ethnien ausgehandelt. Öffentlicher Raum wird von Politik und Behörden jedoch oft stiefmütterlich behandelt, und immer häufiger verkauft, privatisiert, zu Orten des Konsums gemacht und in Zeiten der Digitalisierung scheinbar schlicht vergessen.
Wie können wir diese Orte der Kommunikation, der Diskussion, des Verhandelns unseres Zusammenlebens erhalten und erweitern? Gibt es den virtuellen öffentlichen Raum? Wie sollten diese Orte gestaltet und organisiert werden, um deren Zugänglichkeit und Vielschichtigkeit zu bewahren? Braucht es eine digital-analoge Verknüpfung? Diese Fragen wollen wir im Workshop gemeinsam diskutieren und mit möglichen Antworten experimentieren.

 

im Rahmen der Ausstellung Was sind die Wolken? (18. Nov. 2017 – 4. März 2018) und von New Narratives 2: Ökonomien anders denken (9. – 15. April 2018)

Eine Initiative von: Die AnStifter, Hannah-Arendt-Institut Stuttgart, in Zusammenarbeit mit dem Partnernetzwerk Kunstgebäude Stuttgart und dem Fritz-Erler-Forum Stuttgart

Weitere Informationen zu den zivilgesellschaftlichen Foren: kunstgebaeude.org/intro/forum/

Details

Datum:
Samstag, 24. Februar
Zeit:
14:00 - 18:00

Veranstaltungsort

Arena in Was sind die Wolken?